Rex-Katzen

Foto: veera/Fotolia
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Was ist eigentlich eine Rex-Katze?

 

Die Bezeichnung „Rex“ kommt ursprünglich aus der Kaninchen-Zucht und deutet auf ein gewelltes Fell hin. Tatsächlich haben auch Rex-Katzen ein gewelltes Fell. Auf dem Bild oben siehst Du zwei süße Devon Rexe. Wie man bei der weißen Katze sieht, ist das Fell bei jungen Devon Rex Katzen oft schütter oder weist sogar Kahlstellen auf, aber mit der Zeit wächst das Fell und entwickelt die typischen kurzen Wellen.

 

Spontane Mutationen auf verschiedenen Kontinenten

 

Katzen mit ungewöhnlichem Fell entstanden immer wieder auf verschiedenen Kontinenten unabhängig voneinander als spontane Mutation; soweit bekannt tauchte als erstes in Deutschland eine Katze mit gewelltem Fell auf (hieraus entstand die German Rex), kurz darauf in Cornwall, England (Cornish Rex) und in Devon, England (Devon Rex). Auch in den USA entwickelten einzelne Katzen ein lockiges Fell: zuerst im Staate New York (hieraus entwickelte sich die American Wirehair), später in Oregon (La Perm) und schließlich in Montana (gezielt mit Perserkatzen verpaart entstand daraus die Selkirk Rex, siehe Bild unten). In Russland entstand aus gelockten Hauskatzen die Ural Rex.

Nicht unumstritten

 

Rex-Katzen sind nicht unumstritten, weil die Vibrissen (Schnurrhaare) oft kurz und/oder gekräuselt sind. Da Katzen sich u.a. mit Hilfe der Vibrissen orientieren, könnte man diesen Umstand als

Behinderung einstufen und damit Einschränkung der Lebensqualität. Auch isoliert das teilweise sehr dünne Fell nicht so gut wie ein normaler Katzenpelz.

 

Charaktereigenschaften

 

Auch charakterlich sind Rex-Katzen ganz besondere Katzen (aber ist das nicht jede Katze?), die durch ein munteres, ja sogar schalkhaftes Wesen auffallen. Besonders die Devon Rex hat sich einen Namen als kleiner Kobold gemacht. Rex-Katzen sind sehr menschenbezogen und anhänglich. Sie gehören zu den aufgeweckteren Katzen und brauchen viel Beschäftigung, also tägliches Spiel und sehr gerne auch Futterbeschäftigung.

Für Menschen, die den ganzen Tag außer Haus sind und abends ihre Ruhe haben möchten, sind vor allem die Rex-Rassen mit einem schlanken Körperbau eher nicht geeignet. Sie mögen Action und möchten dabei sein, wobei sie sehr gerne auch im Mittelpunkt stehen. Die Selkirk Rex ist aufgrund ihrer Perser-Vorfahren im Wesen gemäßigter.

 

Die Lösung für Allergiker?

 

Dass Rex-Katzen für Allergiker besonders geeignet sind, muss übrigens nicht stimmen. Zwar ist gelocktes oder gewelltes Fell grundsätzlich für Allergiker weniger problematisch als glattes Fell. Wenn aber eine allergische Reaktion auf den Katzenspeichel vorliegt, nützt auch das Lockenfell nichts. Im Zweifel bringt ein Besuch beim Züchter Klarheit.

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